Zucht aus purer Leidenschaft und Begeisterung   - Slogan

1.

Die am häufigsten gestellte Frage bezog sich auf die  Hüftdisplasie (HD) bei grossen Hunderassen sowie der Vorbeugung & Behandlung.


HD und Natrium-Ascorbat



Natrium-Ascorbat wird zur Lebensmittelhaltbarmachung verwendet. Da ein Antrag auf Zulassung niemals gestellt wurde, ist es in der tierärztlichen Medizin natürlich auch nicht freigegeben. Mir sind viele Fälle bekannt, dass es bei HD-Arthrose hilft. Nebenwirkungen sind nicht bekannt (womöglich einmal Durchfall).

Auszug der Studie (2005) Veterinärmedizinische Fakultät San José, Calif.95111, USA.

Hüftgelenksdysplasie der großen Hunderassen, seit langem als ein ererbter Geburtsfehler angesehen, kann jetzt eine leicht kontrollierbare biochemische Angelegenheit sein. Die krankhafte Veränderung in den Hüftgelenken scheint vielmehr durch qualitativ minderwertiges und schwaches Collagen in den betreffenden Muskelbändern hervorgerufen zu werden. Dies wird durch zuwenigAscorbat– für eine richtige Synthese und Erhaltung des Collagen wichtig – verursacht.

In Acht Würfen von Deutschen Schäferhundwelpen von Schäferhundeltern mit HD oder von Eltern, die HD-Welpen zeugten, gab es keine Anzeichen von HD! Die Mutterhündinnen bekamen während der Schwangerschaft Mega-Dosierungen von Ascorbat, und die Welpen erhielten eine ähnliche Diät, bis sie das junge „Erwachsenenalter“ erreicht hatten (18 Monate bis 2 Jahre). In den letzten 40 Jahren oder mehr, hat man versucht die Hunde-Hüftgelenksdysplasie durch Pseudo-Zuchtauslese zu eliminieren. Die erste Beobachtung dieser Versuche empfahl Sterilisierung aller Welpen in einem von HD befallenen Wurf. Diese Maßnahme neigt zu Extremismus und könnte zum Aussterben einiger Rassen führen. Die meisten Tierärzte und Züchter jedoch sterilisierten nur die Welpen, die HD hatten und erlaubten, dass mit den anderen Welpen dieses Wurfes, die frei von HD waren gezüchtet werden durfte. In der Annahme, dass dieses Leiden erblich ist, hat sich durch die Pseudo-Zuchtauslese die HD über die Jahre fortgesetzt. Schuld daran ist der Trägerfaktor in den Wurfgeschwistern, die diese Krankheit nicht zeigten.

Während der 25 Jahre, in denen ich mich mit HD beschäftige, habe ich nie eine genetischen Schablone gefunden. Ich habe Rüden und Hündinnen gesehen, die von der 'Orthopedic Foundation' als HD-frei gekennzeichnet, HD-Welpen produzierten und umgekehrt haben HD-Eltern normale (HD-freie) Welpen in die Welt gesetzt. In einem Zeitalter, in dem die medizinische Gesellschaft kontrollierte und doppelt gesicherte Ergebnisse verlangt, um eine neue medizinische Theorie zu beweisen, ist es unbegreiflich, dass Tierärzte eine unbewiesene Theorie auf ihren äußerlichen Eindruck hin akzeptieren, nämlich dass HD ein genetischer Geburtsfehler ist. Der tierärztliche Berufsstand hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte auf dem Gebiet der Erleichterungen, Therapien, Chirurgie und der Technologie gemacht. Warum haben wir das Problem der Hunde-HD nicht gelöst? Bis heute haben nur zwei Forscher die HD-Krankheit auf der Ebene von Zellen betrachtet. Dieses Team berichtet von der Myopathy (Atrophie) des „Pectineus“-Muskels und seine Auswirkung auf das Coxofemoral-Gelenk. Mit Hilfe eines tierärztlichen Pathologen haben sie durch histologisches Studium festgestellt, dass der „Pectineus“-Muskel bei potentiellen HD-Welpen von einer Atropie (Myopathy) befallen wird. Um das HD-Syndrom zu verstehen ist es wichtig, die Bedeutung des Wortes „Stress“ zu verstehen. Nach Hans Selye ist „Stress“ die nicht weiter spezifizierte Antwort des Körpers auf jegliche Anforderung, die ihm gestellt wird. Stress kann nicht vermindert werden, ganz gleich, was ein Tier tut oder was einem Tier passiert. Immer gibt es eine Anforderung, die eine Energie zu erzeugen notwendig macht, um die Aufgaben zu lösen, die zum Erhalt des Lebens, der um den wechselnden äußerlichen Einflüssen zu widerstehen oder sich ihnen anzupassen, notwendig sind. Selbst ein schlafendes Tier ist unter einer Art von „Stress“: Sein Herz muss weiter Blut pumpen, die Därme müssen Futter verdauen, und die Muskeln müssen die Brust bewegen, um das Atmen zu ermöglichen. Völlige Freiheit vom Stress ist der Tod. Eine niedrige Stresslage wird durch natürliche körperliche Funktionen ausgelöst.

Während der langen Evolution von Wirbeltieren war Stress ein Begleiter bei der Entwicklung der Tiere, Mittel, um Stress zu bekämpfen, sind schon früher entwickelt worden. Eine der hauptbiochemischen Systeme zum Neutralisieren der schädlichen Wirkungen von Stress und einer, dessen Wichtigkeit im Augenblick noch nicht voll erkannt ist, ist das System der Enzyme, um Blut-Glucose in Ascorbat umzuwandeln (Unkorrekterweise „Vitamin C“ genannt. Dieses System befindet sich in der Leber der Säugetiere. Die hauptsächlichen biochemischen Funktionen von Ascorbat sind eine Anti“Stress“ und ein „Detoxicant“ (Entgiftung) und ein notwendiger „Metabolit“ zur Aufrechterhaltung biochemischen „Homeostasis“ im Körper des Tieres. Tägliche Erfordernisse von Ascorbat für das Überleben von Säugetiere, als diese zuerst auftraten, vor 165 Millionen Jahren, waren so hoch, dass sich ein separater biochemischer Rückfütterungsmechanismus bildete, um die immer größere Mengen von Ascorbat zu produzieren, im selben Maße wie der Stress größer wurde. Beide Synthesen von Ascorbat durch die Leber und der Rückfütterungsmechanismus hatten so großen Überlebenswert, dass sie heute an den meisten Säugetieren existieren. Der Durchschnittswelpe erlebt eine Serie von Stress während seines ersten Lebensjahres. Die erste große Anpassung ist die an die neue Umgebung, wenn der Welpe von seiner Mutter fort muss (Umgebungsstress). Der Welpe kommt zur Untersuchung zum Tierarzt, zum Entwurmen (Oxicologie-Stress), dann wird geimpft (Immunologie-Stress) und später zum Bildungs- und Gehorsamstraining (physischer und psychischer Stress). Möglicherweise ist der wichtigste Stress der Wachstumsstress. Welpen der großen Rassen wachsen im ersten Lebensjahr schnell. Zusammen mit dem Zahnen stellt dies eine große Anforderung an ihre kleinen Körper.
All dieses bedeutet „Hochstress“-Situationen.

Tägliche Ascorbat-Produktion in Tieren mg/kg Körpergewicht:

Schlangen (10)
Schildkröten (7)
Mäuse (275)
Kaninchen (226)
Ziegen (190)
Ratten (150)
Hunde (40)
Katzen (40)
Primaten (O)

Wie ersichtlich, produzieren Hunderassen nur 40 mg Ascorbat per Kilo Körpergewicht täglich. Merken Sie sich auch, dass Hunde und Katzen wesentlich weniger Ascorbat erzeugen als andere Säugetiere außer den Primaten (Säugetiere 1. Ordnung, Menschen, Affen, Halbaffen usw.) Für die Größe eines Deutschen Schäferhundes, einer Dogge, des Bernhardiners und anderer Hunde großer Rassen ist die Produktion von Ascorbat äußerst gering, verglichen mit der fast fünffachen der etwa gleichgroßen Ziege.

"Hochstress“-Situationen verlangen dem Tier viel Ascorbat ab, was eine größerer Produktion dieser Substanz in der Leber notwendig macht. Einige Hunde scheinen relativ schwache Produzenten von Ascorbat zu sein. Die Unfähigkeit, größere Mengen von Ascorbat zu erzeugen, mag entweder durch einen Mangel des bei Stress operierenden „Rückfütterungsmechanismus“ hervorgerufen werden oder durch eine Trägheit des Leber-Enzym-Systems, das nicht genügend mit verstärkter Synthese von Ascorbat reagiert. Inzucht könnte die Hauptursache der teilweisen Unfähigkeit des Enzym-Systens sein, nach Art der Säugetiere normal zu reagieren. Die Produktion von hochgradigem Ascorbat während der Hochstress-Situationen ist notwendig, um die „Homeostasis“ (Aufrechterhaltung durch stabilisierende Mittel) aufrechtzuerhalten. Wenn die „Homeostasis“ nicht aufrechterhalten wird, wird der Körper oder einige seiner Organe und/oder Teile davon sehr merklich geschwächt. Ein bekanntes biochemisches Resultat einer ungenügenden Ascorbat-Synthese ist die Produktion von schlechten und schwachem Collagen. Collagen ist die wichtigste feste Substanz im weißen faserigen Verbindungsgewebe. Es ist dieser „Intra-Zellen-Zement“, der die Gewebe verbindet und ihnen die Kraft gibt. Die Aminosäure „Proline“ muss „hydroxyliert” werden, um “Hydroxyproline” zu bilden.
Diese letzte Substanz formt “Polypeptide”-Ketten ( Zusammensetzung durch Vereinigung von zwei oder mehr Aminosäuren) von “Tropocollagen”, wodurch Collagen entsteht, “Hydroxylation” von “Proline” zu “Hydroxyproline” erfordert Ascorbat. Genügend Ascorbat ist auch für die Synthese von hochwertigem Collagen erforderlich, welches durch große Mengen von Ascorbat aufrechterhalten wird und den Sehnen und Bändern genügend Kraft und Funktionsmöglichkeiten gibt.

In einer Abhandlung über Skorbut, veröffentlicht 1753, findet man den folgenden Befund über Gelenke bei durch Skorbut verstorbenen Menschen, gemacht St.-Lewis-Hospital in Paris im Jahre 1699: „Die Bänder der Gelenke waren zerfressen und lose. Statt dass man in den Körperhöhlen der Gelenke den bekannten öligen Mucilage (Tierschleim als Gelenkflüssigkeit) vorfand, gab es dort nur eine grünliche Flüssigkeit, welche durch ätzende Beschaffenheit die Bänder zerfraß.“ So ist seit 1699 bekann, dass Skorbut die Bänder und Gelenke sehr ungünstig beeinflusst.

Zugegebenermaßen rühren die Befunde der oben angegebenen Autopsie von echtem klinischen Skorbut her, der tödlich ist. Schlittenhundeteams unter schweren Arbeitsbedingungen auf einer Expedition zum Südpol zeigten Anzeichen von gerade diesem klinischen Skorbut. Diese Anzeichen verringern sich nur, wenn die Hunde mit frischer Leber von Seelöwen gefüttert wurden, die Ascorbat enthielt. Hundeschlittenteams im mittleren Westen haben auch klinischen Skorbut gehabt, wenn Sie großen Stress-Situationen ausgesetzt waren. Obgleich der „Pre-dysplasiv“-Welpe keine Anzeichen von echtem klinischen Skorbut zeigt, ist sein Zustand mit dem Syndrom der Menschen „chronischer subklinischer Skorbut“ genannt verwandt.
Mehrere Krankheiten bei Hunden und Katzen sind mit diesem Syndrom in Verbindung gebracht worden. Bei potentiellen HD-Welpen großer Rassen ist das erste und/oder zweite Lebensjahr eine „Hochstress“- Periode. Die Anforderungen von großen Mengen Ascorbat ist sogar noch größer. Der sich daraus ergebende Mangel an hochwertigem Collagen in „coxofemoralen“ Bändern und in den „pectinealen“ Bändern und Muskeln liegt auf der Hand. Das schwache Collagen verursacht Dehnungen und ein „Losewerden“, wodurch Gelenkschlaffheit hervorgerufen wird, welches bewirkt, dass sich die junge „femorale“ Kugel (Gelenkkopf) von dem „Acetabulum“ (Gelenkpfanne) löst. Nach der Trennung der „femoralen“ Kugel (Gelenkkopf) von dem „Acetabulum“ (Gelenkpfanne) beginnt ein Entzündungsprozess (Arthritis). Verschiedenartige Mengen von Narbengeweben bilden sich in dem „Acetabulum“ (Gelenkpfanne), wodurch verändert wird, dass der Kopf des Schenkels in seine normale Lage zurückkehrt. Hierdurch wird die „coxofemorale Subluxation“ (HD) hervorgerufen. Gleichzeitig verzögert die schlechte Qualität des Collagen in den „pectinealen“ Muskeln und Bändern das Wachstum und die Entwicklung (Myopathy oder Atropie).
Das verhinderte Wachstum und die verminderte Entwicklung der Sehnen und Muskeln zusammen mit dem schnellen Wachstum der Schenkel („Femus“) trägt weiterhin zur Ursachenforschung dieser „Subluxation“ (Ausrenkung in den Gelenken) bei. Diese „Subluxationen“ (Ausrenkungen) entstehen durch die Befestigung des „Pectineus“- Muskels an die „iliolpectineale“ Erhöhung und an die mittleren Zweige (Abzweigungen) der „ Linea apera“ über dem (vom Zentrum) entfernteren Ende des Schenkels.

Ein wirksamer Weg zur Verhinderung von HD:

Seit 5 Jahren sind 8 Würfe von Deutschen Schäferhundwelpen aus HD-Eltern oder von Eltern, die HD-Welpen produzieren, mit Mega-Dosierungen von Ascorbat behandelt worden. Bis heute hat nicht einer dieser Welpen HD bekommen. Das Rezept heißt: Der schwangeren Mutterhündin 2-4 g Sodium-Ascorbat-Kristalle in ihr tägliches Futter zu geben. Wenn die Welpen drei Wochen alt sind, wird eine Dosierung von500 mg. Sodium-Ascorbat täglich dem Futter beigegeben, bis die Welpen 4 Monate alt sind. Danach wird die tägliche Dosierung auf 1-2 g erhöht. Hierbei bleibt es, bis die Welpen 18 Monate bis 2 Jahre alt sind.

Dieses Rezeptprogramm war so erfolgreich, dass Züchter beim Verkauf von Welpen jetzt eine Klausel in Ihre Verkaufskontrakte aufgenommen haben, auf der garantiert wird, dass die Welpengarantiert frei von HD sind, wenn sie nach dem obigen Rezeptprogramm ihr Sodium-Ascorbat erhalten. Die Wirkungsweise von Natrium-Ascorbat basiert u.a. auf der Neubildung von Collagen. Es ist Bestandteil von Knochen, Knorpeln, Sehnen, Gefässwänden, Haut und Zähnen. Ferner fördert es den Stoffwechsel und stärkt das Immunsystem. Aus eigenen und den Erfahrungen von Hundehaltern, deren Hunde mit ED, OCD, ARTHROSEN und SPONDYLOSEN behaftet waren, wissen wir, dass sie durch Natrium-Ascorbat - vorausgesetzt die Diagnose stimmt - ihren Hund weitestgehend beschwerdefrei bekommen werden.
Bei entzündlichen Prozessen (z.B. Arthritis) hilft Natrium-Ascorbat NICHT!

Bei HD-Arthrose gibt es Abhilfe.
Da jeder Hundekörper verschiedenartig auf *Natrium-Ascorbat reagieren kann, empfehle ich ihnen folgende einleitende Mega - Dosierung:

beginnen Sie 3 Tage lang mit 2 Gramm pro Tag.

• danach jeweils immer 3 Tage lang die Dosis um 1 Gramm erhöhen, bis ihr Hund einmal Durchfall oder breiigen Stuhl bekommt.

• Zuviel *Natrium-Ascorbat scheidet der Hundekörper ungenutzt aus !

• Geben Sie jetzt ihrem Hund täglich die letzte Gramm-Zahl, bei dem es noch keinen Durchfall / breiigen Stuhl gab.

Beispiel:
Bis zu 3 Gramm gab es keinen Durchfall, aber bei 4 Gramm gab es Durchfall, dann sind 3 Gramm für ihren Hund die richtige Mega-Dosierung für minimum 4 Wochen um die Depots vollständig aufzufüllen.
Danach sollte langsam (ausschleichend) die tägliche Dosis auf etwa 2 Gramm reduziert werden und bis zum Lebensende des Hundes beibehalten werden.

• Natrium-Ascorbat lagert sich - wie Vitamin C - NICHT in Organen an! Der Hundekörper speichert es   nicht.

Daher ist es sinnvoll, dem Hund bis an sein Lebendsende täglich Natrium-Ascorbat zu verabreichen!


Natrium-Ascorbat
ist das Salz der Ascorbinsäure auch  Sodium-Ascorbate  genannt.
Es ist in den meissten Apoteken/Reformhäuser erhältlich. Es sollte aber unbedingt auf
"Billig Angebote" aus meisst polnischer Herstellung wegen starker Verunreinigungen  verzichtet werden. Die beste Qualität Natrium (Sodium) Ascorbate wird in China & USA produziert.
Informationen über den Produktionsort können Sie der Verpackung entnehmen.
Der Verkaufspreis für z.B. 200 Gramm beträgt etwa 12-14 Euro.





Offizielle Internationale HD Einstufungen.

HD Tabelle Hund


Wieso kommt die HD immer noch häufig vor?

Wenn eine Krankheit in einer Rasse bekämpft werden soll, dürfen Träger der Krankheit nicht zur Zucht verwendet werden. Der Einsatz von dysplastischen Tieren zur Zucht ist somit unverantwortlich. Sie widerspricht dem Gedanken des Tierschutzes, der besagt, nur Tiere zu züchten, die frei sind von Krankheiten, welche die Lebensqualität einschränken. Dazu gehört auch die schmerzhafte HD.
Jeder Käufer eines rassereinen Hundes hat grundsätzlich Anrecht auf einen gesunden und damit dysplasiefreien Hund. Solange jedoch C-Hunde als zuchttauglich (FCI) erklärt werden, lässt sich die HD-Häufigkeit bei den Nachkommen nicht weiter senken.

Erschwerend kommt dazu, dass der Zuchtwert eines Tieres für das Merkmal HD nicht nur allein von der Qualität seiner eigenen Hüftgelenke abhängt, sondern auch von derjenigen seiner nahen Verwandten wie der Eltern und der Geschwister. Nur wenn ihre HD-Ergebnisse auch berücksichtigt werden, lässt sich die Hüftgelenksqualität der Nachkommen
schätzungsweise voraussagen.




2.

Was hilft bei schlechter Verdauung ,schlechter Futterverwertung und anhaltenden Durchfall ,breiigen Kotabsatz?

Ein leidliches Thema das immer haufiger auftritt speziell bei Herdenschutzhunden(Kangal).

Bereits die alten Römer behandelten ihre Hunde bei und gegen Durchfall oder bei Appetitlosigkeit mit gemahlenem Johannisbrot.
Johannisbrot ist eine Schotenfrucht des im Mittelmeerraum beheimateten Karoben-baums (Ceratonia siliqua).
Das Johannisbrot ist ausgereift 10-20 cm lang und von brauner Marroni-Farbe seine hochwertigen natürlichen Inhaltstoffe wie Fruchtzucker, Öle, Balaststoffe, Mineralien, Vitamine und natürlichen Aromen wirken aufbauend und stärkend.
Nur die Vollwertigkeit der Johannisbrotschote inklusive Kerne, kann im Darmtrakt viel Wasser binden und so Durchfall- oder Kotwasser verhindern. Die natürlichen Zucker- und Mineralstoffe geben Ihrem Hund die verlorene Energie schnell wieder zurück und regen seinen Appetit an.

Durchfall zählt zu den häufigsten Gesundheitsproblemen der Hunde.

Die Ursachen sind vielfältig und reichen von einseitiger Trockenfütterung einer Infektion bis zur Unterkühlung. Im besten Fall verschwindet die Verdauungsstörung nach ein paar Tagen von selbst. - Im schlimmsten Fall gerät das Tier jedoch in Lebensgefahr, weil es zuviel Flüssigkeit verliert. Beugen Sie diesen Gefahren immer rechtzeitig vor.


Anwendung:
Johannisbrot gemahlen, täglich zu jeder Fütterung! Als Appetitanreger oder immer bei- und gegen Durchfall. Johannisbrot bringt die Darmflora Ihres Hundes schnell wieder ins Gleich-gewicht.  
Dosierung  - Johannisbrot gemahlen:
Pro 15 kg Körpergewicht 1 Kaffelöffel pro Tag dem Futter zufügen.

Johannisbrot (gemahlen) ist in Reformhäusern sowie Bioläden erhältlich und kostet
zwischen 10 und 12 Euro das Kilo. Erstklassiges Johannesbrot wird in Kroatien und Italien angebaut.



                  Johannesbrot gemahlen.






3.
Zahnstein,was tun?

Vermehrter Zahnstein betrifft seit vielen Jahren erstaunlich viele Hunde.

Warum?

Dazu sei hier als erstes angemerkt,dass übermässiger (krankhafter) Zahnstein sowie extremer Maulgeruch grundsätzlich auf Falsche und ungeeignete Ernährung zurück
zuführen sind. Wird immer noch fleissig von der Futterindustrie behauptet Trocken-
futter vermindert besonders den gefürchteten Zahnstein, so weiss der kundige
Hundefreund gegenwärtig, dass diese "Lüge" alt hergebrachter Unsinn ist und
ausschliesslich dem Profit der 'Futtermittel-Mafia' dient.
Ganz im Gegenteil, die nur minimal (meist Mikro kleinen!) zerkauten Broken schieben
sich regelmässig in die Zahnzwischenräume und zersetzen sich dort nur sehr langsam.
In der Maulhöhle sammeln sich dadurch sehr zahlreich Bakterien an, die sich auf der Zahnoberfläche festsetzen und vermehren. Dadurch enstehen zunächst zähe klebrige
Bakterienbelege verbunden mit sehr unangenehmen stinkenden Maulgeruch.
Durch Einlagerung von Mineralien in die Plaque werden die Bakterienbeläge zu Zahnstein.
Aus diesem dringen nun sogenannte Plaquebakterien in den Zahnzwischenraum ein
und geben Stoffwechselprodukte ab, die letzendlich das Bindegewebe zwischen Zähnen
und Zahnfleisch zerstören.

Die unreperabelen Folgen daraus sind wohl jedem hinlänglich bekannt. (Siehe Bild)
Zu alledem kommt noch besonders erschwerend hinzu, dass Plaquebakterien im ganzen Körper streuen und die Allgemeingesundheit des Hundes schwer beeinträchtigen können.

Was kann man vorbeugend dagegen unternehmen?

Ist der Zahnstein sehr weit fortgeschritten hilft leider nur noch die totale Reinigung unter
Vollanästhesie,was besonders für grosse Herdenschutzhunde immer ein grosses Risiko
darstellt! Bedenken Sie immer bei solch einer Entscheidung, dass die Sterblichkeitsrate bei
Grossrassen in lang anhaltender Vollnarkose (über 60 minuten OP) bei etwa 20% liegt.
Solch ein grosses Risiko für eine vermeidbare Angelegenheit, da man eigentlich frühzeitig effektive prophylaktische Maßnahmen dagegen ergreifen kann!

Die simpelste Vorbeugung gegen Zahnstein heisst vorrangig richtige und natürliche Ernährung!
Im Klartext: Frisches Fleisch, Knochen, Obst & Gemüse. Wenig Getreide, keinerlei Hundesnack's oder sonstiges Industrie- 'Fertig' -Futter (Convenience food)!
Aber auch leichteste Ansätze von Zahnstein (eigentlich kaum zu vermeiden) sollten aussnahmslos sofort behandelt werden. Dazu hier unser seit vielen Jahrzehnten bewährtes und selbst herzustellendes "Crosivka- Zahnstein-Wasser":

Für eine Menge von etwa 250 ml , ausreichend für etwa 8 Monate bei Zweimaliger wöchentlicher Anwendung , benötigen sie folgendes:
Zutaten:*

180ml destilliertes Wasser.
  30ml reinen Alkohol Ethanol (90-95%).
  10 ml Oranex von Spinnrad (siehe rechtes Bild)
  3 Esslöffel Sodabicarbonat.
  3 Esslöffel Zitronensäure (flüssig oder Pulverform).
  Ein paar Tropfen Vanillearoma (Dr. Oetker).

Anwendung:

Bei leichtem/mittlerem Zahnsteinbefall zweimal wöchentlich (Abends nach der Fütterung!) auf ein Stück Mull -Gaze oder Küchenpapier (Zewa) etwa 20-25 Tropfen(circ.3 ml) geben und das gesammte Gebiss damit abreiben.

Zur reinen Zahnstein Vorbeugung einmal wöchentlich bei gleicher Menge anwenden.
                                              

*(Alle aufgeführten Zutaten sind in Apoteken wie Reformhäuser erhältlich)
    Kann übrigens sorglos vom Hund abgeschluckt werden!








4.
                    
Zecken (Borreliose)



Keine anderen Parasiten ärgern Hundebesitzer mehr als Zecken: Außer im kalten Winter kommen unsere Hunde nach fast jedem Spaziergang im Grünen mit diesen Plagegeistern im Fell nach Hause und wir fragen uns, was wir gegen diese Parasiten unternehmen können, von denen es immer wieder heißt, dass sie gefährliche Krankheiten übertragen können, nicht nur auf den Hund, sondern auch auf uns Menschen. Zwei von Zecken übertragene Erreger sind bei uns in Mitteleuropa am meisten gefürchtet: Die durch Borrelien (Bakterien) hervorgerufene Lyme-Borreliose und die virusinduzierte "Frühsommer-Meningo­enze­pha­litis" (FSME), eine Form der Hirnhautentzündung.

Benannt ist die Krankheit nach den sie verursachenden Bakterien und der Stadt Lyme in den USA, wo die Krankheit weit verbreitet ist. Sie entwickelt sich bei Mensch und Tier meist schleichend: Am Beginn steht häufig die "Wanderröte" (Erythema chronicum migrans oder einfach nur Erythema migrans), eine sich um die Bissstelle über Wochen vergrößernde Rötung der Haut, die allerdings nicht immer und beim Hund nur in Ausnahmefällen auftritt.

Die Wanderröte ist nicht zu verwechseln mit der fast immer auftretenden, knotenartigen Entzündung an der Einstichstelle. Von hier aus kann sich der Erreger ausbreiten, wobei es zu Gelenkbeschwerden, Schmerzen in Muskulatur, Sehnen und Knochen kommen kann. Spätere Stadien können durch neurologische Störungen wie Hirn- und Hirnhautentzündung, Lähmungen sowie dem Befall innerer Organe (insbesondere Herz) gekennzeichnet sein; neurologische Komplikationen sowie eine Beteiligung des Herzens sind - anders als beim Menschen - beim Hund aber sehr selten. Bei Tier und Mensch dominieren im Spätstadium oft die Gelenkbeschwerden, wobei die Bakterien dann mit modernen molekularbiologischen Methoden (PCR) oft in der Gelenkflüssigkeit (Synovia) nachgewiesen werden können.


Lyme-Borreliose bei Tieren
  • Infektion häufig, Erkrankung selten, da in der Regel natürliche Resistenz vorliegt.
  • Viele positive Diagnosen (die meisten!) sind Fehldiagnosen!
  • Erlegtes Rehwild trägt oft Tausende von Zecken, eine Erkrankung wird aber nie beobachtet
  • Ca. 90% aller Hunde, die regelmäßig Zecken ausgesetzt sind, tragen Borrelien-Antikörper (sind „seropositiv“).
  • Nur ein sehr kleiner Anteil der infizierten Hunde erkrankt (<0,1%)!
  • Symptome:
    • Polyarthritis (Gelenkbeschwerden, Lahmheit), Fieber.
    • Vermutlich selten auch: neurologische Symptome, Myokarditis, Glomerulonephritis (Nierenerkrankung).



Die meisten Tiere sind Borreliose-resistent

In Deutschland sind etwa 20 bis 30% aller Zecken der Art "Gemeiner Holzbock" (Ixodes ricinus) Träger von Borrelien, mit starken regionalen Schwankungen. Die Borrelien gelangen erst ca. 16-24 Stunden nach Beginn des Saugaktes der Zecke in den Wirt. Man sollte meinen, dass der Zeckenbiss in diesen Fällen auch mit einer Infektion von Mensch oder Hund einhergeht. Zum Glück erkranken aber nur ein sehr kleiner Teil der Menschen und ein noch kleinerer Teil der Hunde, wenn sie infiziert werden. Viele Infizierte scheinen eine genetisch bedingte Resistenz zu besitzen und auch nach zahllosen Zeckenbissen nie zu erkranken, selbst dann, wenn sich die Bakterien im Körper ausbreiten.

Von Wildtieren, die ja in großem Maß von Zecken gebissen werden, nimmt man an, dass sie vollständig gegen die Krankheit resistent sind. Durch die Domestikation ist die Borreliose-Resistenz bei Haustieren wohl aber teilweise verloren gegangen. Solide Daten über die Resistenz gegenüber Lyme-Borreliose bei verschiedenen Hunderassen gibt es genauso wenig wie beim Menschen. Sicher ist lediglich, dass die meisten Hunde (ebenso Wölfe!),die regelmäßig von Zecken gebissen werden, Antikörper gegen Borrelien in sich tragen ohne zu erkranken.




                     Sehr  gefährdete Borreliose-Gebiete in Deutschland und Europa.




Antibiotika-Therapie in den meisten Fällen erfolgreich

Eine korrekt durchgeführte Behandlung der Borreliose mit Antibiotika führt in aller Regel zum Verschwinden der Symptome. Obwohl Borrelien (im Gegensatz zu vielen anderen Bakterien) keine Resistenz gegen Antibiotika entwickeln können, gelingt es aber in Einzelfällen nicht, sie mit dieser Behandlung restlos aus ihren Nischen zu vertreiben. Wenig bekannt ist, dass Borrelien in Zellen eindringen können, wo sie von den meisten Antibiotika nicht oder nur schwer erreichbar sind. Die erste Wahl ist daher ein Antibiotikum, das auch intrazellulär wirksam ist. Dazu gehört vor allem Doxycyclin. Es muss aber unbedingt über mindestens
3 Wochen gegeben werden, um die sich langsam vermehrenden Borrelien sicher abtöten zu können (bei Junghunden und trächtigen Hündinnen sollte es nicht gegeben werden, da sich die Zähne verfärben können). Auch die Gelenksflüssigkeit in den großen Gelenken, in denen sich Borrelien vermehren können, sind solche durch Antibiotika schwer zu erreichende Stellen. Das Doxycyclin hat außer seiner Bakterien-abtöten­den Wirkung noch einen ganz anderen, einen „chondroprotektiven“ Effekt: Es führt zu einer Verbesserung der Knorpelfunktion und damit zu einer Schmerzlinderung. Eine erfolgreiche Doxycyclin-Therapie muss also nicht unbedingt bedeuten, dass die Ursache der Schmerzen auf eine Borreliose zurückzuführen und diese nun besiegt ist – das Doxycyclin wirkt gleichsam auch wie ein gutes Schmerzmittel für die Gelenke.

Borrelieninfektionen hinterlassen wie die meisten bakteriellen Erkrankungen keine lebenslange Immunität. Daher sind erneute Erkrankungen durch erneute Infektionen möglich. Da es kaum Kreuzreaktionen zwischen den Antikörpern gegen die verschiedenen Borrelien-Arten gibt, kann ein sensitiver Hund außerdem immer auch an der Infektion mit einer Borrelien-Art erkranken, die nicht identisch ist mit der der ersten Infektion.



Ist eine Schutzimpfung sinnvoll?

Eine vorbeugende Schutzimpfung gegen die Lyme-Borreliose ist derzeit nicht für den Menschen, jedoch für den Hund erhältlich. Leider sind die in Europa erhältliche Schutzimpfungen noch mit Problemen behaftet, weswegen eine Anwendung der Impfstoffe kritisch zu sehen ist:

1. In Deutschland und den Nachbarländern existieren (anders als in den USA) mehrere nah verwandte Erreger, von denen bisher 6 beim Menschen sowie mindestens 4 bei erkrankten Hunden nachgewiesen wurden und die für das Entstehen der Lyme-Borreliose verantwortlich gemacht werden. In Europa werden 80 bis 90% aller Infektionen beim Menschen durch Borrelia afzelii und B. garinii verursacht. Während Borrelia burgdorferi sensu stricto in den USA die einzige Borrelien-Art darstellt, spielt diese Art in Deutschland eine geringere Rolle und fehlt in einigen Regionen sogar vollkommen. Bis 2009 war der einzige in Mitteleuropa erhältliche Hunde-Impfstoff der Impfstoff Merilym®; dieser ist aber gerade gegen die bei uns seltene Borrelia burgdorferi s.s. gerichtet; er kann keine Immunität gegen die bei uns häufigen Borrelien-Arten induzieren, ist also bei der weitaus größten Zahl aller Infektionen wirkungslos! Anders verhält es sich bei einem erst seit Anfang 2010 auf dem Markt befindlichen Impfstoff, der von verschiedenen Firmen wie z.B. Virbac (als Virbagen canis B®) angeboten wird. Er ist gegen die bei uns dominierenden Borrelien-Spezies B. afzelii und garinii gerichtet. In Infektionsversuchen am Hund konnte gezeigt werden, dass die Vermehrung der Borrelien in Haut, Gelenken und Muskulatur durch den Impfstoff verhindert wird. Dieser Impfstoff ist also (zumindest theoretisch) in der Lage, eine Infektion mit den beiden häufigen Borrelien-Arten zu verhindern.

2. Die in Mitteleuropa erhältlichen Impfstoffe sind sogenannte Ganz-Keim- oder Vollerreger-Vakzinen. Ein solcher Impfstoff besteht nicht aus einzelnen gereinigten Komponenten, sondern aus abgetöteten Bakterien und damit aus praktisch allen Bakterienbestandteilen, vor allem also aus unnötigen Komponenten. Von solchen früher auch in der Humanmedizin verwendeten Impfstoffen ist eine schlechte Verträglichkeit bekannt. Die Krankheitssymptome der Borreliose beruhen nicht nur auf dem direkten Einfluss der Bakterien, sondern sind nach unserem heutigen Kenntnisstand auch auf die Immunreaktion des Wirtes gegen die Borrelien zurückzuführen, beruhen also z.T. auf einer sog. Immunpathogenese. Mir wurde von Tierärzten und Hundebesitzern immer wieder berichtet, dass gesunde Hunde Stunden nach einer Impfung schwer erkrankten. Eindeutige Beweise, dass die Symptome in diesen Fällen tatsächlich auf die Borreliose-Impfung zurückzuführen sind, sind schwer zu erbringen; es ist zu befürchten, dass Autoimmunreaktionen, die durch den Impfstoff hervorgerufen werden, zu diesen Symptomen führen. Tierarzt und Hundebesitzer sollten daher die Notwendigkeit einer Borreliose-Impfung kritisch überdenken. Außerdem wird, um einer Impfstoff-bedingten Erkrankung vorzubeugen, empfohlen, keinesfalls in der Zeckensaison zu impfen – wenn überhaupt. Zudem muss sichergestellt sein, dass die zu impfenden Tiere gesund und nicht bereits mit Borrelien infiziert sind - also keine Impfung ohne vorherigen sorgfältigen Nachweis, dass zumindest keine Borrelien-Antikörper vorhanden sind.


3. Wie oben dargelegt, ist ein erheblicher Teil aller bei uns vorkommenden Zecken Träger von Borrelien, wobei der genaue Prozentsatz von Ort zu Ort und Jahreszeit zu Jahreszeit variiert. Hunde, die viel im Freien sind und häufig Zeckenkontakt haben, sind daher meist mit Borrelien infiziert und sozusagen natürlich geimpft worden. Sie haben bereits Antikörper gebildet - in aller Regel ohne zu erkranken.



Fazit

Die Borreliose ist beim Hund viel seltener als beim Menschen und wird vielfach falsch diagnostiziert. Auch aus diesem Grund stehen die meisten Fachleute(Ärzte) einer Borrelien-Schutzimpfung für Hunde derzeit skeptisch gegenüber. An der Entwicklung von wirkungsvollen Vakzinen wird intensiv gearbeitet, so dass zu hoffen ist, dass auf lange Sicht verlässliche Impfstoffe zur Anwendung bei Mensch und Tier zur Verfügung stehen werden. Wen die Krankheit trifft, hat mit der richtigen Behandlung aber gute Aussichten auf eine Heilung.

Das Beste, was man gegen die Hunde-Borreliose tun kann, ist wohl die Vorbeugung:
Den Hund äußerlich mit einem gegen Zecken wirksamen Mittel behandeln (Scalibor-Killtix- Seresto Halsbänder) und nach jedem Spaziergang gut nach den 'Tierchen' absuchen.






















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